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Rette mit! Spende für Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer

Träger des Projektes

Rette mit! Spende für Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer

Über eine Millionen Menschen erreichten Europa im Jahr 2015 über den Seeweg. Dabei starben nach offiziellen Angaben 3772 Menschen, die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Obwohl täglich Menschen auf dem Mittelmeer in Not geraten, gibt es kein staatliches Rettungsprogramm. Stattdessen liegt der Fokus auf der Grenzsicherung und dem Aufdecken der Schleppernetzwerke. Damit wird die humanitäre Aufgabe der Seenotrettung verkannt und der Kampf gegen Flucht und Fluchtwege als einzige Lösung des Missstands wahrgenommen.
Aber die Rettung aus Seenot darf nicht von der Frage nach Fluchtursachen, nach der Herkunft, der Religion oder nach der Rechtmäßigkeit des Status abhängen. Jeder Mensch verdient die Rettung aus Seenot!

Deshalb haben wir uns als eine selbstorganisierte und unabhängige Gruppe junger Menschen Ende 2015 zusammengefunden und den gemeinnützigen Verein "Jugend Rettet e.V." ins Leben gerufen: Wir wollen nicht mehr tatenlos zusehen wie Menschen auf dem Mittelmeer sterben. Wir können als europäische Bürger_innen die Gleichgültigkeit gegenüber dem Sterben auf dem Mittelmeer nicht mehr hinnehmen und fordern eine verantwortungsvolle europäische Asylpolitik.

Um das Sterben auf dem Mittelmeer zu beenden und uns in den asylpolitischen Diskurs einzubringen, werden wir ein Schiff erwerben um damit Seenotrettung auf der zentralen Mittelmeerroute zu betreiben: Wir werden in Seenot geratene Menschen auf der Strecke zwischen Libyen und Italien lokalisieren, an Bord holen und mit Trinkwasser und medizinisch versorgt. Weiterhin erfolgt der Transport zum nächsten "sicheren Hafen", das ist ein Hafen, der Nahrung, Unterkunft, medizinische Versorgung und keine Gefährdung durch Verfolgung gewähren kann.
Zeitgleich bauen wir ein europaweites Botschafter_innen-Netzwerk aus: Ein Netzwerk von und für junge Erwachsene, die bei Jugend Rettet mitwirken und mit unterschiedlichen Aktionen Öffentlichkeitsarbeit betreiben und Spender_innen mobilisieren. Die sich aber auch vernetzen um Ideen untereinander auszutauschen, um zu diskutieren und die aktuelle Asylpolitik kritisch zu reflektieren.

Gemeinsam werden wir konkrete politische Forderungen ausformulieren und diese zum Start unserer Rettungsmission Ende Juni 2016 den europäischen Regierungen vorlegen. Diese Botschaft der europäischen Jugend richtete sich gegen den Status Quo der europäischen Asylpolitik und soll die Regierungen dazu veranlassen das notwendige staatliche Rettungsprogramm endlich einzuführen.
Unser Ziel ist klar: Weniger Tote auf dem Mittelmeer!

Projektbeschreibung

Sahra F. von Jugend Rettet e.V.

Noch nie ertranken so viele Menschen bei ihrer Flucht über die zentrale Mittelmeerroute, wie im vergangenen Jahr. 4579 Mal kam jede Hilfe zu spät. Wie hoch die Dunkelziffer ist, können wir kaum erahnen.  Trotzdem übernimmt Europa keine Verantwortung für dieses unbeschreibliche Leid an unseren Außengrenzen. Weiterhin gibt es kein staatliches Seenotrettungsprogramm. Stattdessen sollen die Menschen in libyschen Lagern aufgehalten werden. Die Zustände, die dort herrschen, wurden uns von Geflüchteten als menschenunwürdig und grausam beschrieben.

Wir wollen nicht tatenlos dabei zu sehen.
JUGEND RETTET ist ein Netzwerk junger Europäer_innen. Gemeinsam haben wir ein Schiff gekauft und umgebaut. Mit unserer IUVENTA machen wir das, was die Regierung nicht schafft - die Rettung von Menschen aus Seenot. Wir klären über die Situation vor Ort auf und suchen gemeinsam nach Lösungen. 

Mit unserem Schiff, der IUVENTA, retten wir seit dem 24. Juli 2016 Menschen aus Seenot. Insgesamt konnten unsere Crews mehr als 14.000 Menschen vor dem Tod bewahren. Unsere IUVENTA ist somit konkretes Handlungsfeld und Symbol. Wir sind selbst aktiv und handeln. Wir zeigen, dass es möglich ist, etwas gegen das Sterben zu tun. Damit durchbrechen wir das Gefühl der Ohnmacht, welches aktuell in der Politik herrscht. 

Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse ist unsere IUVENTA momentan im Hafen von Sizilien und ist beschlagnahmt. Transparenzhalber möchten wir einmal hinzufügen, dass dadurch Kosten entstehen, die nicht direkt in unsere Missionen gehen, jedoch dazu führen, dass wir hoffentlich bald wieder rausfahren können. Im Konkreten bedeutet das, dass wir zum Beispiel Anwaltskosten, Übersetzungen, Kosten für die Werft in Trapani oder Ähnliches haben.  Stellungnahmen zu aktuellen Vorwürfen findest du auf Twitter & Facebook. Wir werden uns mehr denn je für Menschenrechte und Seenotrettung einsetzen. Falls es zu einem Prozess kommen sollte und wir diesen gewinnen sollten, werden die Spendengelder für einen anderen satzungsmäßigen, gemeinnützigen Zweck verwenden (in diesem Fall muss nämlich der Gegner die Prozess- und Anwaltskosten tragen).

Du kannst dieses Projekt mit unseren Paketen unterstützen

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