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Warum ein Social-Business gründen - eine persönliche Perspektive

Von ClaudiaWinkler am 17.01.2017

Warum ein Social-Business gründen - eine persönliche Perspektive

 

 

Warum ein Social-Business gründen - eine persönliche Perspektive


Ein ungläubiges Lächeln und "Interessant...". Das ist die übliche Reaktion, die ich von ehemaligen Kollegen bekomme, wenn ich begeistert von unserem Projekt namens goood erzähle. Sie kommen wie ich aus der Corporate Welt der Konzerne, daher ist der Social Business-Ansatz für viele von ihnen neu.


Ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das eine Spendenmechanik im Zentrum hat, wird noch für „in Ordnung“ befunden, da es eine gute Differenzierung bietet. Aber freiwillig 25% der künftigen Gewinne in weitere soziale Projekte reinvestieren? Gesellschaftliche Wirkung noch vor Finanzkennzahlen in den Mittelpunkt stellen?  Das löst doch manchmal Staunen aus.


Nach mehr als 15 Jahren in einem großen Konzern kann ich diese Reaktion gut verstehen. Auch für mich war bis vor kurzem ein Modell wie goood undenkbar. Von CSR (Corporate Social Responsibility) als Bereich eines Unternehmens hielt ich bereits viel, aber ein ganzes Unternehmen nach der gesellschaftlichen Wirkung ausrichten?

 

 


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Arbeiten mit Sinn


Ein Perspektivenwechsel hat mir einen anderen Blick ermöglicht. Seit mehr als einem Jahr bin ich wieder an der Universität und studiere „Soziale Innovation“. Neben interessanten theoretischen Einblicken begab ich mich auch auf eine Reise in eine für mich neue Welt: Ich lernte sozial und ökologisch engagierte Menschen kennen, informierte mich über diverse Non-Profit-Organisationen (NPO) und kam in Kontakt mit hybriden Geschäftsmodellen, die ich zuvor nie wahrgenommen hatte.


Mittlerweile engagiere ich mich selbst und ich habe eine Inklusionsinitiative mitgegründet. Dadurch durfte ich erfahren, wie viel Positives man mit dem Engagement bewegen kann und  wie befriedigend es ist, sich mit Sinn für eine Sache einzusetzen. Irgendwann suchte ich nach einem Weg, mein Wissen im Telekommunikationsbereich für die Gesellschaft einzusetzen – mit goood war diese Möglichkeit dann geboren.


Doch was ist eigentlich die Wirkung von goood? 


1.Die positive gesellschaftliche Wirkung ist unser primäres Organisationsziel
goood ist ein integriertes soziales Geschäftsmodell, bei dem jede Kundin und jeder Kunde direkt (durch das selbstständige Aufsetzen und Finanzieren eines neuen gemeinnützigen Projekts über goood) und indirekt (durch Abschluss eines Mobilfunkvertrags bei goood und somit der automatischen monatlichen Spende an eine NPO seiner/ihrer Wahl) zu einer positiven gesellschaftlichen Wirkung beiträgt.


2. goood finanziert sich mittel- bis langfristig ausschließlich selbständig durch die Einnahmen aus den Mobilfunkverträgen.


3. Der überwiegende Teil der Gewinne wird für das adressierte gesellschaftliche Ziel reinvestiert. Zusätzlich zu den Spenden der Kundinnen und Kunden reinvestiert goood 25,1% der Profite soziale Projekte.


4. Unsere Zielgruppe, Non-Profit-Organisationen und zivilgesellschaftliche sowie sozialunternehmerische Initiativen profitieren direkt und indirekt von den Wirkungen unserer Aktivitäten.


Ich bin tagtäglich davon begeistert, die Möglichkeit zu haben, mein Knowhow aus der Telekommunikation im Rahmen von goood für die Gesellschaft einzusetzen. Es motiviert und begeistert mich, Tag für Tag gemeinsam mit unterschiedlichen Leuten neue Wege zu finden, wie man herkömmliche Geschäftsmodelle zum Nutzen der Gesellschaft anpassen kann. Jede positive Rückmeldung auf Facebook, jedes KundInnenfeedback beflügelt mich, diesen Weg weiter zu gehen. Wir sind ein Social-Business – und der Gewinn wird nicht nur an die Gesellschaft ausgeschüttet, sondern ist durch die Sinnhaftigkeit von goood auch ganz persönlich für mich einer.

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